Backen in Marcias Café Teil 1.
Der Montag startet im Instituto wie gewohnt mit der Nationalhymne. Mario bedankt sich bei allen Teilnehmern der "Aladino" - Aufführung und auch bei Rahel und mir.
Endlich verbringe ich den Tag mal wieder bei meiner Gruppe und da Luis zum Arzt muss nehme ich die Kinder nachdem wir die aula aufgeräumt haben, mit auf's Trampolin.
Als Ruth am Nachmittag nach Hause kommt, machen wir uns zu zweit auf den Weg zu Marcias Café, wo wir gemeinsam Apfelkuchen backen. Während der Kuchen im Ofen ist, stoßen Johana, eine befreundete Lehrerin, und Rahel zu uns. Wir beschließen in einem Restaurant mit ecuadorianischem Fastfood essen zu gehen. Yucca frita und patacones werden mir in Deutschland einfach fehlen!
Bevor wir das Restaurant verlassen, kommt eine kleine Jazzband vorbei der wir ein wenig zuhören. Dann schauen wir nach dem Kuchen, verabschieden uns von Marcia und gehen nach Hause.
Liebe Grüße aus Puyo, eure
Clara
El Río Pastaza
Become friends with people who aren't your age. Hangout with people whose first language isn't the same as yours. Get to know someone who doesn't come from your social class. This is how you can see the world. This is how you grow. - Unknown
Sonntag, 3. Juli 2016
Tag 302
Letztes Mal Einkaufen & Finale des Copa Americana.
Der Sonntag verläuft sehr unspektakulär. Ich schlafe lange aus, esse zu Mittag und skype dann ein wenig.
Gegen Nachmittag gehen Rahel und ich ein letztes Mal einkaufen. Das geschäftige Treiben auf dem Markt fasziniert mich nach wie vor und so folgt Rahel mir mit der Kamera um diese Eindrücke festzuhalten.
Zufällig bekommen wir mit, das heute das Finale des Copa Americana (das Pendant zur Fußball-EM in Europa) ist. Im Elfmeterschießen gewinnt Chile gegen Argentinien wie ich später zusammen mit Ruth vor dem Fernseher verfolge.
Mit dem Wissen, morgen meine letzte Schulwoche zu beginnen gehe ich ins Bett.
Bis dann, eure
Clara
Der Sonntag verläuft sehr unspektakulär. Ich schlafe lange aus, esse zu Mittag und skype dann ein wenig.
Gegen Nachmittag gehen Rahel und ich ein letztes Mal einkaufen. Das geschäftige Treiben auf dem Markt fasziniert mich nach wie vor und so folgt Rahel mir mit der Kamera um diese Eindrücke festzuhalten.
Zufällig bekommen wir mit, das heute das Finale des Copa Americana (das Pendant zur Fußball-EM in Europa) ist. Im Elfmeterschießen gewinnt Chile gegen Argentinien wie ich später zusammen mit Ruth vor dem Fernseher verfolge.
Mit dem Wissen, morgen meine letzte Schulwoche zu beginnen gehe ich ins Bett.
Bis dann, eure
Clara
Tag 301
Letztes Wochenende zu dritt.
Nach dem ganzen Stress, den wir durch die "Aladino" - Aufführung hatten, sind Rahel und ich froh, heute in einen gemütlichen Samstag starten zu dürfen.
Zum ersten Mal seit langem scheint sogar wieder ein bisschen die Sonne. Am Vormittag kümmere ich mich um alle Dinge, die in den letzten zwei Wochen so auf der Strecke geblieben sind und am Abend entführen wir Ruth zum Essen.
Da es vorerst das letzte Wochenende sein wird, das wir zu dritt verbringen werden, gehen wir in einer Pizzeria essen, die von einem Italiener geführt wird. Die Pizza schmeckt dort deshalb gleich doppelt so gut!
Bevor wir nach Hause gehen schauen wir noch bei Marcia, Ruths Freundin, vorbei, die gerade ein Café aufmacht. Wir probieren ein selbstgemachtes Eis am Stiel und hören uns die weiteren Pläne für ihr Café an. Ruth erzählt ihr, dass ich auch gerne und viel backe und so kommt die Idee auf, ich könne ihr ja ein paar meiner Rezepte zeigen. Wir verabreden uns für Montag und treten dann den Heimweg an.
Hasta pronto,
Clara
Nach dem ganzen Stress, den wir durch die "Aladino" - Aufführung hatten, sind Rahel und ich froh, heute in einen gemütlichen Samstag starten zu dürfen.
Zum ersten Mal seit langem scheint sogar wieder ein bisschen die Sonne. Am Vormittag kümmere ich mich um alle Dinge, die in den letzten zwei Wochen so auf der Strecke geblieben sind und am Abend entführen wir Ruth zum Essen.
Da es vorerst das letzte Wochenende sein wird, das wir zu dritt verbringen werden, gehen wir in einer Pizzeria essen, die von einem Italiener geführt wird. Die Pizza schmeckt dort deshalb gleich doppelt so gut!
Bevor wir nach Hause gehen schauen wir noch bei Marcia, Ruths Freundin, vorbei, die gerade ein Café aufmacht. Wir probieren ein selbstgemachtes Eis am Stiel und hören uns die weiteren Pläne für ihr Café an. Ruth erzählt ihr, dass ich auch gerne und viel backe und so kommt die Idee auf, ich könne ihr ja ein paar meiner Rezepte zeigen. Wir verabreden uns für Montag und treten dann den Heimweg an.
Hasta pronto,
Clara
Tag 300
Die offizielle Verabschiedung.
Nach der anfänglichen Enttäuschung über den Verlauf der Aufführung gestern, stehe ich heute schon mit einer wesentlich besseren Stimmung auf. Diese Stimmung steigert sich als ich sowohl mit Rahel als auch mit Ruth und Samuel über den gestrigen Abend spreche und ich komme zu dem Entschluss, dass diese Aufführung wie auch die Letzte, ein großer Erfolg war :).
Da Luis noch einige Besorgungen machen muss, bin ich mit den Kindern am Morgen alleine. Seit ein paar Wochen fragt mich die Köchin der Schule immer mal wieder, wann ich ihr denn nun endlich das Rezept von meinem Apfelkuchen geben kann und so begeben wir uns heute gemeinsam in die Bäckerei. Dort backe ich zusammen mit ihr und der Lehrerin der Bäckerei-Gruppe zunächst einen Apfelkuchen und da noch Zeit übrig ist, schieben wir noch einen Erdbeerkuchen hinterher.
Gerade als wir am probieren der frischen Backwaren sind, kommt Ruth und bittet mich, ihr zu folgen.
Heute ist Lineas letzter Schultag im Instituto weshalb die offizielle Verabschiedung von uns drei verbliebenen Freiwilligen auf diesen Freitag fällt.
Ich folge Ruth zur großen sala wo schon Linea, Rahel und drei der größeren Jungs warten. Wir werden von den Schülern hereingeführt und nehmen direkt neben der Bühne auf mit Tüchern bedeckten Stühlen Platz.
Das Programm beinhaltet Reden, Beiträge verschiedener Gruppen und die Geschenkübergabe. Als meine Gruppe ihren Beitrag präsentiert, kann ich meine Tränen nicht mehr zurück halten. Luis liest einen Text vor, den er über mich geschrieben hat und die Kinder halten ein Plakat mit der Aufschrift "Gracias Clarita" was sie am Ende alle zusammen im Chor rufen.
Dann ergreift Eduardas Mutter das Wort und lässt mir durch Eduarda ein Abschiedsgeschenk zukommen. Froh, mich an etwas klammern zu können, lasse ich Eduarda für die restliche Veranstaltung nicht mehr los.
Als am Schluss Fotos gemacht werden und immer mehr Kinder die Bühne erobern dauert es nicht mehr lange bis bei allen die Tränen fließen. Auch die Kinder fangen an zu weinen und selbst Marios Augen bleiben nicht trocken. Ein Schüler Maximinos meint "Ich möchte nicht weinen. Aber ich möchte auch nicht, dass sie gehen. Wer macht sonst die Theateraufführungen mit uns?".
Es ist ein sehr bewegender Abschied und ich kann es kaum in Worte fassen, wie dankbar ich dafür bin eine so tolle Zeit mit den Kindern und Lehrern hier im Instituto verbracht haben zu dürfen. Nur schwer können wir uns aus den Umarmungen losreißen.
Auf das Programm in der Schule folgt ein gemeinsames Mittagessen mit einer Gruppe an Lehrern. Es wird sich noch einmal bei uns bedankt und wir bekommen auch vom Lehrerkollegium ein Abschiedsgeschenk überreicht.
Da zumindest Rahel und ich auch noch in der kommenden Woche jeden Tag im Instituto sein werden, ist der Abschied von den Lehrern nicht ganz so traurig.
Mit Linea spazieren wir noch ein paar Stündchen durchs Zentrum. Dann heißt es auch von Linea Abschied zu nehmen. Sie wird für die nächsten drei Wochen in ein Projekt an der Küste versetzt.
Von dem ganzen Verabschieden bin ich sehr müde und erschöpft und so geht es am Abend schon früh ins Bett.
Bis demnächst, eure
Clara
Nach der anfänglichen Enttäuschung über den Verlauf der Aufführung gestern, stehe ich heute schon mit einer wesentlich besseren Stimmung auf. Diese Stimmung steigert sich als ich sowohl mit Rahel als auch mit Ruth und Samuel über den gestrigen Abend spreche und ich komme zu dem Entschluss, dass diese Aufführung wie auch die Letzte, ein großer Erfolg war :).
Da Luis noch einige Besorgungen machen muss, bin ich mit den Kindern am Morgen alleine. Seit ein paar Wochen fragt mich die Köchin der Schule immer mal wieder, wann ich ihr denn nun endlich das Rezept von meinem Apfelkuchen geben kann und so begeben wir uns heute gemeinsam in die Bäckerei. Dort backe ich zusammen mit ihr und der Lehrerin der Bäckerei-Gruppe zunächst einen Apfelkuchen und da noch Zeit übrig ist, schieben wir noch einen Erdbeerkuchen hinterher.
Gerade als wir am probieren der frischen Backwaren sind, kommt Ruth und bittet mich, ihr zu folgen.
Heute ist Lineas letzter Schultag im Instituto weshalb die offizielle Verabschiedung von uns drei verbliebenen Freiwilligen auf diesen Freitag fällt.
Ich folge Ruth zur großen sala wo schon Linea, Rahel und drei der größeren Jungs warten. Wir werden von den Schülern hereingeführt und nehmen direkt neben der Bühne auf mit Tüchern bedeckten Stühlen Platz.
Das Programm beinhaltet Reden, Beiträge verschiedener Gruppen und die Geschenkübergabe. Als meine Gruppe ihren Beitrag präsentiert, kann ich meine Tränen nicht mehr zurück halten. Luis liest einen Text vor, den er über mich geschrieben hat und die Kinder halten ein Plakat mit der Aufschrift "Gracias Clarita" was sie am Ende alle zusammen im Chor rufen.
Dann ergreift Eduardas Mutter das Wort und lässt mir durch Eduarda ein Abschiedsgeschenk zukommen. Froh, mich an etwas klammern zu können, lasse ich Eduarda für die restliche Veranstaltung nicht mehr los.
Als am Schluss Fotos gemacht werden und immer mehr Kinder die Bühne erobern dauert es nicht mehr lange bis bei allen die Tränen fließen. Auch die Kinder fangen an zu weinen und selbst Marios Augen bleiben nicht trocken. Ein Schüler Maximinos meint "Ich möchte nicht weinen. Aber ich möchte auch nicht, dass sie gehen. Wer macht sonst die Theateraufführungen mit uns?".
Es ist ein sehr bewegender Abschied und ich kann es kaum in Worte fassen, wie dankbar ich dafür bin eine so tolle Zeit mit den Kindern und Lehrern hier im Instituto verbracht haben zu dürfen. Nur schwer können wir uns aus den Umarmungen losreißen.
Auf das Programm in der Schule folgt ein gemeinsames Mittagessen mit einer Gruppe an Lehrern. Es wird sich noch einmal bei uns bedankt und wir bekommen auch vom Lehrerkollegium ein Abschiedsgeschenk überreicht.
Da zumindest Rahel und ich auch noch in der kommenden Woche jeden Tag im Instituto sein werden, ist der Abschied von den Lehrern nicht ganz so traurig.
Mit Linea spazieren wir noch ein paar Stündchen durchs Zentrum. Dann heißt es auch von Linea Abschied zu nehmen. Sie wird für die nächsten drei Wochen in ein Projekt an der Küste versetzt.
Von dem ganzen Verabschieden bin ich sehr müde und erschöpft und so geht es am Abend schon früh ins Bett.
Bis demnächst, eure
Clara
Dienstag, 28. Juni 2016
Tag 299
"Aladino" beginnt zu fliegen.
Der große Tag ist gekommen. Nach dem Frühstück werden alle Teilnehmer und diesmal auch alle Requisiten ein weiteres Mal in den Bus eingepackt und zur Casa de la Cultura gebracht.
Dort warten wir über eine Stunde auf unseren Hauptdarsteller, der zusammen mit ein paar anderen Leuten "das Fenster", eine essenzielle Requisite, holen geschickt wurde. Unter Zeitdruck starten wir die Generalprobe, die so gut klappt, dass ich meine Erwartungen an den heutigen Abend sehr hoch setze. Ein Fehler, wie ich später bemerken werde.
Zunächst sind wir aber alle ganz beglückt von dem guten Durchlauf und freuen uns auf später. Im Instituto werden letzte organisatorische Fragen geklärt, weitere Kostüme anprobiert und eine Ladung Requisiten zum Aufführungsort gebracht.
Beim Mittagessen besprechen Linea, Rahel und ich was noch zu tun ist und machen uns dann auf getrennten Wegen daran, letzte Erledigungen und Besorgungen zu tätigen.
Gegen 15 Uhr treffen wir uns wieder und gehen, wie auch das letzte Mal, Kaffee trinken um uns seelisch und moralisch für die Aufführung zu stärken und Dankesworte zu überlegen.
Kaum sind wir wieder in der Casa de la Cultura angekommen und beginnen, die Bühne aufzubauen, kommen unsere ersten beiden Hauptdarsteller an.
Auch der Rest der Kinder ist erstaunlicherweise recht pünktlich und um 18 Uhr ist der Zuschauerraum voll besetzt, die Kinder in ihren Kostümen bereit und die Hauptdarsteller schon sehr nervös. Da wir noch auf einzelne, wenige Schüler warten wollen, die sich etwas verspäten, ergreife ich das Wort und bitte darum, die Verspätung zu entschuldigen.
Nach ecuadorianischen Verhältnissen pünktlich (um 18.20 Uhr) beginnen Mario und ich mit der Begrüßung.
Dann überlassen wir den Kindern die Bühne.
Leider klappt alles im Allgemeinen schlechter als im Durchlauf am Morgen. Texte werden vergessen, Musik zu spät bzw. zu früh eingespielt und Tanzschritte verwechselt. Am Ende bin ich sichtlich enttäuscht.
ABER: da ich inzwischen viel darüber nachgedacht und viel darüber geredet habe, ist mir Einiges klar geworden, Die Aufführung war von Anfang an für die Kinder und Eltern geplant, die mit einem riesigen Strahlen im Gesicht und vielen Fotos auf diversen Handys und Kameras die Casa de la Cultura verlassen haben. Ich habe sehr viel positive Rückmeldung bekommen, die ich am Abend aus dem Grund nicht wertschätzen konnte, weil ich selbst durch den guten Durchlauf am Morgen meine Erwartungen so hoch gesetzt habe. Ich kann von meinem jetzigen Standpunkt aus sagen, dass auch diese zweite Thetaer- / Musicalaufführung ein voller Erfolg war und ich unglaublich stolz auf alle Teilnehmer und auch auf uns Freiwillige bin! :) Unser Ziel, die Kinder einmal (vielleicht das einzige Mal) auf eine große Bühne vor viel Publikum zu stellen haben wir erreicht. Was wir damit den Kindern aber auch den Eltern gegeben haben war für mich am Abend der Aufführung nicht sofort erkennbar, ich weiß es aber jetzt umso mehr wert zu schätzen.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag.
Bis ganz bald, eure
Clara
Der große Tag ist gekommen. Nach dem Frühstück werden alle Teilnehmer und diesmal auch alle Requisiten ein weiteres Mal in den Bus eingepackt und zur Casa de la Cultura gebracht.
Dort warten wir über eine Stunde auf unseren Hauptdarsteller, der zusammen mit ein paar anderen Leuten "das Fenster", eine essenzielle Requisite, holen geschickt wurde. Unter Zeitdruck starten wir die Generalprobe, die so gut klappt, dass ich meine Erwartungen an den heutigen Abend sehr hoch setze. Ein Fehler, wie ich später bemerken werde.
Zunächst sind wir aber alle ganz beglückt von dem guten Durchlauf und freuen uns auf später. Im Instituto werden letzte organisatorische Fragen geklärt, weitere Kostüme anprobiert und eine Ladung Requisiten zum Aufführungsort gebracht.
Beim Mittagessen besprechen Linea, Rahel und ich was noch zu tun ist und machen uns dann auf getrennten Wegen daran, letzte Erledigungen und Besorgungen zu tätigen.
Gegen 15 Uhr treffen wir uns wieder und gehen, wie auch das letzte Mal, Kaffee trinken um uns seelisch und moralisch für die Aufführung zu stärken und Dankesworte zu überlegen.
Kaum sind wir wieder in der Casa de la Cultura angekommen und beginnen, die Bühne aufzubauen, kommen unsere ersten beiden Hauptdarsteller an.
Auch der Rest der Kinder ist erstaunlicherweise recht pünktlich und um 18 Uhr ist der Zuschauerraum voll besetzt, die Kinder in ihren Kostümen bereit und die Hauptdarsteller schon sehr nervös. Da wir noch auf einzelne, wenige Schüler warten wollen, die sich etwas verspäten, ergreife ich das Wort und bitte darum, die Verspätung zu entschuldigen.
Nach ecuadorianischen Verhältnissen pünktlich (um 18.20 Uhr) beginnen Mario und ich mit der Begrüßung.
Dann überlassen wir den Kindern die Bühne.
Leider klappt alles im Allgemeinen schlechter als im Durchlauf am Morgen. Texte werden vergessen, Musik zu spät bzw. zu früh eingespielt und Tanzschritte verwechselt. Am Ende bin ich sichtlich enttäuscht.
ABER: da ich inzwischen viel darüber nachgedacht und viel darüber geredet habe, ist mir Einiges klar geworden, Die Aufführung war von Anfang an für die Kinder und Eltern geplant, die mit einem riesigen Strahlen im Gesicht und vielen Fotos auf diversen Handys und Kameras die Casa de la Cultura verlassen haben. Ich habe sehr viel positive Rückmeldung bekommen, die ich am Abend aus dem Grund nicht wertschätzen konnte, weil ich selbst durch den guten Durchlauf am Morgen meine Erwartungen so hoch gesetzt habe. Ich kann von meinem jetzigen Standpunkt aus sagen, dass auch diese zweite Thetaer- / Musicalaufführung ein voller Erfolg war und ich unglaublich stolz auf alle Teilnehmer und auch auf uns Freiwillige bin! :) Unser Ziel, die Kinder einmal (vielleicht das einzige Mal) auf eine große Bühne vor viel Publikum zu stellen haben wir erreicht. Was wir damit den Kindern aber auch den Eltern gegeben haben war für mich am Abend der Aufführung nicht sofort erkennbar, ich weiß es aber jetzt umso mehr wert zu schätzen.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen schönen Tag.
Bis ganz bald, eure
Clara
Tag 298
Alles im Zeichen von "Aladino".
Dieser Mittwoch ist geprägt durch Vorbereitungen für den morgigen Tag. Den großen Tag der Aufführung des zweiten Theater- / Musicalprojekts "Aladino y la lámpara maravillosa".
Schon am Morgen im Instituto werden alle teilnehmenden Gruppen in den Schulbus gepackt und es geht zur Casa de la cultura. Dort treffen wir Oscar, der auch dieses Mal für Licht und Ton zuständig sein wird.
Alles ist noch etwas chaotisch, da die (meisten) Kinder das erste Mal auf einer großen Bühne stehen von der aus die Welt auf einmal ganz anders ausschaut. Schlussendlich schaffen wir es aber trotzdem, einen kompletten Durchlauf mit Licht und Ton auf die Bühne zu bringen. Auch wenn es noch etliche Dinge und Details gibt, die abzusprechen sind, ist das grobe Gerüst erkennbar.
Nachdem alle wieder in den Bus gepackt wurden und wir wieder im Instituto ankommen, gilt es, Kostüme anzuprobieren. Um mitten im Regenwald eine arabische Welt enstehen zu lassen, darf natürlich die richtige Kleidung nicht fehlen und so haben wir beschlossen, die Kleidung diesmal zu mieten. Die Kostüme sind bis auf die Tänzerinnen-Kostüme, bei denen etwas zu viel an Stoff gespart wurde, wunderschön und auch die Kinder scheinen sich in ihren Outfits wohl zu fühlen. Noch vor Schulschluss fahre ich zusammen mit Samuel zu dem riesigen (!!!) Kostümlager und wir tauschen die Tänzerinnen-Kostüme um. In dem Lager könnte man mich aus zwei Gründen ein paar Tage lang aussetzen: Erstens ist es so riesig, dass ich aufpassen muss, die Frau, der ich folge nicht aus den Augen zu verlieren, da ich sonst zwischen den ganzen Röcken, Kleidern, Hemden, Blusen etc. nicht mehr herausfinden würde; zweitens gibt es einfach so unglaublich viel zu sehen, dass ich locker mehrere Tage bräuchte um mich einmal durch den Fundus zu wühlen :D.
Zum heutigen Englischunterricht erscheint nicht ein Kind, weshalb Rahel und ich einen kleinen Stadtspaziergang durchs Zentrum unternehmen um uns ein wenig auf andere Gedanken zu bringen.
Abends ist "Aladino" dann allerdings wieder sehr präsent. Samuel hatte die Idee, einen Text aufzunehmen, der in wenigen Sätzen die Geschichte verständlich macht. So finde ich mich in Rahels altem Zimmer stehend wieder, wo ich von meinem Laptop ablesend die zuvor gut überlegten Sätze in meine Kamera, die als Mikrofon dient, spreche. Die einzelnen Aufnahmen brenne ich auf eine CD und hoffe, dass alle Zuschauer, die morgen kommen werden damit die Geschichte besser nachvollziehen können.
Mit 50% Vorfreude und 50% Aufregung gehe ich schlafen.
Un abrazo fuerte,
Clara
Dieser Mittwoch ist geprägt durch Vorbereitungen für den morgigen Tag. Den großen Tag der Aufführung des zweiten Theater- / Musicalprojekts "Aladino y la lámpara maravillosa".
Schon am Morgen im Instituto werden alle teilnehmenden Gruppen in den Schulbus gepackt und es geht zur Casa de la cultura. Dort treffen wir Oscar, der auch dieses Mal für Licht und Ton zuständig sein wird.
Alles ist noch etwas chaotisch, da die (meisten) Kinder das erste Mal auf einer großen Bühne stehen von der aus die Welt auf einmal ganz anders ausschaut. Schlussendlich schaffen wir es aber trotzdem, einen kompletten Durchlauf mit Licht und Ton auf die Bühne zu bringen. Auch wenn es noch etliche Dinge und Details gibt, die abzusprechen sind, ist das grobe Gerüst erkennbar.
Nachdem alle wieder in den Bus gepackt wurden und wir wieder im Instituto ankommen, gilt es, Kostüme anzuprobieren. Um mitten im Regenwald eine arabische Welt enstehen zu lassen, darf natürlich die richtige Kleidung nicht fehlen und so haben wir beschlossen, die Kleidung diesmal zu mieten. Die Kostüme sind bis auf die Tänzerinnen-Kostüme, bei denen etwas zu viel an Stoff gespart wurde, wunderschön und auch die Kinder scheinen sich in ihren Outfits wohl zu fühlen. Noch vor Schulschluss fahre ich zusammen mit Samuel zu dem riesigen (!!!) Kostümlager und wir tauschen die Tänzerinnen-Kostüme um. In dem Lager könnte man mich aus zwei Gründen ein paar Tage lang aussetzen: Erstens ist es so riesig, dass ich aufpassen muss, die Frau, der ich folge nicht aus den Augen zu verlieren, da ich sonst zwischen den ganzen Röcken, Kleidern, Hemden, Blusen etc. nicht mehr herausfinden würde; zweitens gibt es einfach so unglaublich viel zu sehen, dass ich locker mehrere Tage bräuchte um mich einmal durch den Fundus zu wühlen :D.
Zum heutigen Englischunterricht erscheint nicht ein Kind, weshalb Rahel und ich einen kleinen Stadtspaziergang durchs Zentrum unternehmen um uns ein wenig auf andere Gedanken zu bringen.
Abends ist "Aladino" dann allerdings wieder sehr präsent. Samuel hatte die Idee, einen Text aufzunehmen, der in wenigen Sätzen die Geschichte verständlich macht. So finde ich mich in Rahels altem Zimmer stehend wieder, wo ich von meinem Laptop ablesend die zuvor gut überlegten Sätze in meine Kamera, die als Mikrofon dient, spreche. Die einzelnen Aufnahmen brenne ich auf eine CD und hoffe, dass alle Zuschauer, die morgen kommen werden damit die Geschichte besser nachvollziehen können.
Mit 50% Vorfreude und 50% Aufregung gehe ich schlafen.
Un abrazo fuerte,
Clara
Tag 297
Zweiter Besuch in der Casa de Fe.
Nach der zweiten Durchlaufprobe am heutigen Morgen, widme ich mich zusammen mit Samuel den Einladungen und "Elternzetteln" die wir den Kindern mitgeben wollen. Da alles bis 13 Uhr fertig ausgedruckt, zugeschnitten und beschriftet sein muss stehen wir regelrecht unter Zeitdruck, schaffen aber alles noch rechtzeitig.
Beim Mittagessen im "comedor" übergeben wir der Köchin den Kuchen, die sich riesig freut und uns sogleich ein Stück des Kuchens serviert :D.
Unser Weg führt danach nicht sofort nach Hause sondern erneut in die fundación "Casa de Fe".
Die erste halbe Stunde verbringen Linea, Rahel und ich heute in einem Zimmer in dem vier Mädchen wohnen. Drei davon sind Schwestern und haben alle die gleiche Behinderung. Obwohl wir auch im Instituto Kinder haben, die weder selbstständig essen noch sich selbstständig fortbewegen können, bekomme ich beim Zusammensein mit diesen Mädchen einen Kloß im Hals. Kaum eines der Mädchen reagiert in irgendeiner Art und Weise auf Berührungen oder Stimmen und drei der Vier bekommen das Essen durch einen Bauchverschluss bzw. eine Sonde. Sie bewegen sich kaum und auch als wir sie aus den Betten holen zeigen sie wenig Reaktionen. Wir machen ein bisschen Physiotherapie mit ihnen, beobachten, wie das pürierte Gemüse durch einen Schlauch in ihre Mägen rutscht und unternehmen mehrere Versuche, ihnen zumindest eine geringe Reaktion auf unsere Gegenwart zu entlocken.
Nach einer halben Stunde ist es Zeit zu gehen und wir verlassen den hellen Raum mit Ausblick auf ein grünes Wäldchen und widmen uns, wie schon das Mal zuvor, den Babys. Leider ist das Mädchen um das ich mich letztes Mal gekümmert habe, Tamara, heute nicht da aber auch mit den anderen 7 Kindern / Babys haben wir alle Hände voll zu tun :).
Wir füttern, spielen und kuscheln mit den Kindern aber da aufgrund der Aufführung noch einige Dinge zu erledigen sind, kehren wir schon gegen 19.30 Uhr zurück nach Puyo.
Saludos desde Ecuador,
Clara
Nach der zweiten Durchlaufprobe am heutigen Morgen, widme ich mich zusammen mit Samuel den Einladungen und "Elternzetteln" die wir den Kindern mitgeben wollen. Da alles bis 13 Uhr fertig ausgedruckt, zugeschnitten und beschriftet sein muss stehen wir regelrecht unter Zeitdruck, schaffen aber alles noch rechtzeitig.
Beim Mittagessen im "comedor" übergeben wir der Köchin den Kuchen, die sich riesig freut und uns sogleich ein Stück des Kuchens serviert :D.
Unser Weg führt danach nicht sofort nach Hause sondern erneut in die fundación "Casa de Fe".
Die erste halbe Stunde verbringen Linea, Rahel und ich heute in einem Zimmer in dem vier Mädchen wohnen. Drei davon sind Schwestern und haben alle die gleiche Behinderung. Obwohl wir auch im Instituto Kinder haben, die weder selbstständig essen noch sich selbstständig fortbewegen können, bekomme ich beim Zusammensein mit diesen Mädchen einen Kloß im Hals. Kaum eines der Mädchen reagiert in irgendeiner Art und Weise auf Berührungen oder Stimmen und drei der Vier bekommen das Essen durch einen Bauchverschluss bzw. eine Sonde. Sie bewegen sich kaum und auch als wir sie aus den Betten holen zeigen sie wenig Reaktionen. Wir machen ein bisschen Physiotherapie mit ihnen, beobachten, wie das pürierte Gemüse durch einen Schlauch in ihre Mägen rutscht und unternehmen mehrere Versuche, ihnen zumindest eine geringe Reaktion auf unsere Gegenwart zu entlocken.
Nach einer halben Stunde ist es Zeit zu gehen und wir verlassen den hellen Raum mit Ausblick auf ein grünes Wäldchen und widmen uns, wie schon das Mal zuvor, den Babys. Leider ist das Mädchen um das ich mich letztes Mal gekümmert habe, Tamara, heute nicht da aber auch mit den anderen 7 Kindern / Babys haben wir alle Hände voll zu tun :).
Wir füttern, spielen und kuscheln mit den Kindern aber da aufgrund der Aufführung noch einige Dinge zu erledigen sind, kehren wir schon gegen 19.30 Uhr zurück nach Puyo.
Saludos desde Ecuador,
Clara
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