Día del padre.
Der zweite Tag im Instituto, der durch Proben geprägt ist, verläuft zu unserer Erleichterung schon viel besser!
Am 19. Juni wird dieses Jahr der Vatertag gefeiert. Allerdings ist in der darauf folgenden Woche kaum Zeit um diesen Tag ecuador-gerecht zu feiern. Das Problem, wie man diese Gelegenheit zum Feiern trotzdem nicht auslassen muss, wird damit gelöst den Vatertag schon heute zu feiern :D.
Nachdem alle Schüler von Rafael nach Hause gefahren wurden, versammeln wir uns an einer langen gedeckten Tafel, wo das Mittagessen verzehrt wird.
Oft wünschen verschiedene Lehrer, die Knochen des (beinahe obligatorischen) Hühnchens doch bitte für ihre Hunde in einer Tüte zu sammeln. So kommt es heute zu einem regelrechten Kampf um die Knochen als Samuel nicht versteht, dass ein anderer Lehrer seine Knochen nicht abgeben möchte :D.
Sobald dieses Missverständnis geklärt ist, darf Karen auftreten, die ein paar Lieder singt. Es folgt eine weitere Sängerin, eine Tanzrunde und um Punkt 15 Uhr ist alles beendet.
Ich drücke die Daumen, dass bei euch auch mal wieder die Sonne scheint!
Liebe Grüße, eure
Clara
El Río Pastaza
Become friends with people who aren't your age. Hangout with people whose first language isn't the same as yours. Get to know someone who doesn't come from your social class. This is how you can see the world. This is how you grow. - Unknown
Mittwoch, 15. Juni 2016
Dienstag, 14. Juni 2016
Tag 289
Beginn der Intensiv-Proben.
Der Montag beginnt wie der Sonntag geendet hat: kalt und regnerisch.
Im Instituto haben wir Freiwilligen uns für diese Woche von den Pflichten in unseren Gruppen befreien lassen um uns voll und ganz auf die Proben für "Aladino y la lámpara maravillosa" konzentrieren zu können.
Somit beginnt heute die Intensiv-Proben-Phase. Leider ist dieser Beginn nicht ganz so erfolgreich denn aufgrund des Regens sind nur wenige Schüler im Instituto eingetroffen.
Nichts desto trotz verlasse ich das Instituto mit einem guten Gefühl und der Erwartung, in den nächsten 10 Tagen bis zur Aufführung noch eine große Verbesserung erkennen zu können.
Als Ruth gegen Abend zuhause eintrifft und ich gerade beim Abendessen bin, zeigt sie mir stolz ihre Einkäufe. Es handelt sich dabei um drei T-Shirts unterschiedlicher Farben alle mit dem Logo einer Luxusmarke wie Gucci oder Chanel auf der Brust. Was diese Markennamen jedoch bedeuten scheint sie nicht zu wissen.
Verregnete Grüße aus Puyo in das (nach meinen Informationen) ebenfalls verregnete Deutschland.
Clara
Der Montag beginnt wie der Sonntag geendet hat: kalt und regnerisch.
Im Instituto haben wir Freiwilligen uns für diese Woche von den Pflichten in unseren Gruppen befreien lassen um uns voll und ganz auf die Proben für "Aladino y la lámpara maravillosa" konzentrieren zu können.
Somit beginnt heute die Intensiv-Proben-Phase. Leider ist dieser Beginn nicht ganz so erfolgreich denn aufgrund des Regens sind nur wenige Schüler im Instituto eingetroffen.
Nichts desto trotz verlasse ich das Instituto mit einem guten Gefühl und der Erwartung, in den nächsten 10 Tagen bis zur Aufführung noch eine große Verbesserung erkennen zu können.
Als Ruth gegen Abend zuhause eintrifft und ich gerade beim Abendessen bin, zeigt sie mir stolz ihre Einkäufe. Es handelt sich dabei um drei T-Shirts unterschiedlicher Farben alle mit dem Logo einer Luxusmarke wie Gucci oder Chanel auf der Brust. Was diese Markennamen jedoch bedeuten scheint sie nicht zu wissen.
Verregnete Grüße aus Puyo in das (nach meinen Informationen) ebenfalls verregnete Deutschland.
Clara
Montag, 13. Juni 2016
Tag 287 & 288
Macas, Sucúa, Logroño.
Da Macas nicht besonders groß ist sind wir in etwa einer halben Stunde einmal quer durch die Stadt zu einem botanischen Garten gelaufen und verweilen dort ein wenig mit Blick auf den Río Upano.
Aufgrund der offensichtlichen Tatsache, dass wir hier nicht viel mehr unternehmen können, beschließen wir in das 30 Minuten entfernte Sucúca zu fahren. Sucúa ist das Zentrum der Shuar-Föderation und schon im Bus fallen mir viele indigene Gesichter ins Auge.
Am Sonntag haben wir vor, nach Logroño zu fahren, wo verschiedene Touren zu Wasserfällen, Thermalquellen oder Höhlen angeboten werden sollen.
Gegen Vormittag machen Rahel und ich uns am Samstag auf den Weg nach Macas. Macas liegt zweieinhalb Stunden südlich von Puyo und ist mit etwa 16.00 Einwohnern knapp halb so groß.
Eine Weile fahren wir durch das inzwischen sehr vertraute "Urwald-Grün" und ich kann mir nicht vorstellen, bald in eine größere Stadt zu gelangen. Dann überqueren wir allerdings eine Brücke und stehen nur wenig später in Macas.
Bevor wir die Stadt erkunden, wollen wir zu Mittag essen, müssen aber feststellen, dass Vieles (um nicht zu sagen fast alles) geschlossen ist. In einem kleinen Restaurant kommen wir schließlich doch zu unserer Stärkung und fragen dort die Besitzerin nach dem Grund der verschlossenen Türen. Diese erklärt uns, dass hier am Wochenende nur bis 14 Uhr gearbeitet wird. Unfassbar! Wo man doch beispielsweise in Puyo sogar an Heilig Abend noch um 21 Uhr einkaufen gehen kann! :D
Wir setzen uns an den Platz vor einer hübsch bemalten Kirche, hören dem Geschrei zu, das von einem Sportplatz tönt und genießen die Aussicht auf die bewaldeten Berge.
Da Macas nicht besonders groß ist sind wir in etwa einer halben Stunde einmal quer durch die Stadt zu einem botanischen Garten gelaufen und verweilen dort ein wenig mit Blick auf den Río Upano.
Aufgrund der offensichtlichen Tatsache, dass wir hier nicht viel mehr unternehmen können, beschließen wir in das 30 Minuten entfernte Sucúca zu fahren. Sucúa ist das Zentrum der Shuar-Föderation und schon im Bus fallen mir viele indigene Gesichter ins Auge.
In Sucúa angekommen sind Rahel und ich sehr erstaunt von dem aufgeräumten Stadtbild, das durch viele imposante Wohnhäuser geprägt ist.
Wir suchen uns ein Hostal in der Nähe des zentralen Parks und werden vom Herbergsvater mit den falschen Wimpern und dem fetten Eyelinerstrich willkommen geheißen.
Wir suchen uns ein Hostal in der Nähe des zentralen Parks und werden vom Herbergsvater mit den falschen Wimpern und dem fetten Eyelinerstrich willkommen geheißen.
Da auch hier in Sucúa Vieles schon geschlossen ist, lassen wir den Abend mit einem Spaziergang und einem Becher Frozen Yogurt ausklingen.
Am Sonntag haben wir vor, nach Logroño zu fahren, wo verschiedene Touren zu Wasserfällen, Thermalquellen oder Höhlen angeboten werden sollen.
Leider schüttet es in Strömen und wir sitzen schon ziemlich durchnässt im Bus. Auch als wir in Logroño ankommen hat sich die Situation nicht verbessert und uns wird klar, dass nur die Höhlen-Tour in Frage kommt. In einem Laden wollen wir uns über die Tour informieren und laufen zufällig einem der guías in die Arme. Dieser erklärt uns, dass es zwei Routen gäbe von denen aber heute dank des Regens nur eine (die weniger Schöne) machbar sei. Rahel und ich überlegen hin und her und entscheiden uns schließlich dazu, uns die Nummer des guías geben zu lassen und eventuell ein andermal seine Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Ein wenig enttäuscht treten wir den Rückweg nach Macas an. Wie auch schon gestern sind heute wenige Läden geöffnet und wir suchen eine Weile nach einem geeigneten Mittagessenslokal. Platz finden wir bei einer sehr sympathischen älteren Frau, die uns für die riesigen Portionen und vier Tassen Wayusa-Tee insgesamt nur 6$ berechnet! Macas ist unter anderem auch für seinen Wayusa-Tee berühmt, der hier schmecke wie ansonsten an keinem anderen Ort in Ecuador. Mir ist er allerdings fast ein wenig zu süß denn es kommt mir vor als würde ich flüssigen Honig trinken :D.
Gegen 17 Uhr kommen wir dann schon wieder in Puyo an, wo wir feststellen, dass wir die Schlüssel zuhause vergessen haben. Glücklicherweise ist Ruth nicht weit entfernt, schließt uns auf und meint wir sollen uns warm anziehen, da es so kalt sei. Tatsächlich hat es wohl die letzten Tage viel geregnet sodass es im Haus ziemlich kühl ist.
Da gerade der "copa américa" (vergleichbar mit der EM in Europa) läuft, schauen wir uns am Abend noch das Spiel Ecuador - Haiti an, das Ecuador mit 4:0 gewinnt und somit im Achtelfinale steht.
Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende und startet gut in die neue Woche!
Bis ganz bald, eure
Bis ganz bald, eure
Clara
Samstag, 11. Juni 2016
Tag 286
Bastelarbeiten.
Im Instituto steht heute das Basteln im Vordergrund, denn sowohl für unser Projekt als auch für Raquels Zirkusprojekt müssen noch einige Pinsel geschwungen und etliche Papiere verklebt werden.
Gegen Nachmittag kommt Linea vorbei und es werden Schoko - Cookies gebacken.
So starten wir sehr gemütlich ins Wochenende.
Für mich geht es in ein paar Stunden los nach Macas, wo Rahel und ich das Wochenende verbringen werden.
Ich wünsche euch allen ein erholsames Wochenende und hoffe, euch schon am Montag von Macas berichten zu können.
Bis dahin, eure
Clara
Im Instituto steht heute das Basteln im Vordergrund, denn sowohl für unser Projekt als auch für Raquels Zirkusprojekt müssen noch einige Pinsel geschwungen und etliche Papiere verklebt werden.
Gegen Nachmittag kommt Linea vorbei und es werden Schoko - Cookies gebacken.
So starten wir sehr gemütlich ins Wochenende.
Für mich geht es in ein paar Stunden los nach Macas, wo Rahel und ich das Wochenende verbringen werden.
Ich wünsche euch allen ein erholsames Wochenende und hoffe, euch schon am Montag von Macas berichten zu können.
Bis dahin, eure
Clara
Tag 285
Anleitung zum perfekten Kindergeburtstag.
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und sende euch liebe Grüße in die Heimat.
Nach einem erfolgreichen Proben mit den Hauptpersonen, bin ich auf der Suche nach meiner Gruppe. Ich finde sie in einem der Nachbarklassenzimmer bei einem Kindergeburtstag. Zum perfekten ecuadorianischen Kindergeburtstag gehört:
1. ein Thema. Seien es nun die Minions, Micky Mouse oder einfach nur Schmetterlinge ist dabei egal.
2. ein Buffet. Dieses besteht aus Käse- bzw. Wurstwürfeln, gelatina (in etwa: Wackelpudding), Chips, Bonbons, Keksen und / oder Schokolade.
3. eine riesige Sahnetorte. Diese (natürlich dem Thema entsprechende) Kalorienbombe kann gerne auch mit dem Namen des Kindes verziert sein. Übrigens: das Geburtstagskind schneidet hier nicht sondern "beißt" den Kuchen an. Dazu rufen alle "Que muerde el pastel". Wichtig: Fotos vom kuchenverschmierten Gesicht (das teilweise sogar noch in die Sahne gedrückt wird) dürfen natürlich nicht fehlen.
4. ein großen Partyhut für das Geburtstagskind. Ob mit Glitzer oder Fransen dekoriert spielt keine Rolle. Wichtig ist jedoch, dass das Thema erkennbar ist.
5. eine piñata. Ist die Zeit gekommen, die piñata zu zerschlagen, stellen sich alle Kinder in einen Kreis. Das Geburtstagskind schlägt so lange auf sie ein bis sich ein Konfetti-Spielzeug-Süßigkeiten-Regen über den Kindern ergießt. Dann geht es ans Sammeln der Schätze.
6. ein Bilderrahmen. Was wäre ein Kindergeburtstag ohne Fotos, die man quasi zeitgleich auf jeglichen Internet-Plattformen hochladen kann!? Dazu darf natürlich der Bilderrahmen nicht fehlen, hinter den sich mindestens einmal jeder Gast mit dem Geburtstagskind positioniert.
7. & 8. Gäste und Musik sind obligatorisch. Dabei muss man die Gäste nicht einmal besonders gut kennen denn es kommt nicht auf die Qualität sondern auf die Quantität an. Wer soll sonst den ganzen Kuchen essen!?
Ich hoffe, ich habe nichts vergessen und sende euch liebe Grüße in die Heimat.
Eure
Clara
Freitag, 10. Juni 2016
Tag 284
Nur noch 15 Tage bis zur Aufführung.
Der starke Regen übertönt heute Morgen meinen Wecker sodass ich erst gegen 7 Uhr von Rahel geweckt werde.
Nicht nur "unser" Projekt erfordert im Instituto gerade eine Menge an Zeit und Geduld, sondern auch Raquels Zirkusprojekt muss so langsam Form annehmen. Dafür bemalen wir heute in unserer aula ein riesiges Tuch. Da es keine andere Vorgabe gibt, als die Farbe auf das Tuch zu bringen, sind die Kinder mit großem Eifer dabei. Genau so eifrig wie sie allerdings das Tuch bemalen, bemalen sie auch Tische, Stühle und zu guter Letzt auch die Klassenkameraden. Bis zu dem Zeitpunkt an dem alles so gut es geht wieder sauber ist, muss ich sämtlichen Pinseln und Kinderhänden ausweichen um nicht ungewollt ein Teil des Kunstwerkes zu werden :D.
In der Pause gibt es eine große Versammlung zum Thema "Sauberkeit, Hygiene und Gesundheit". Ich nehme an, dass damit auf die vermehrten Cholera-Fälle in Ecuador angespielt werden soll.
Vor dem Mittagessen proben Rahel und ich noch mit der Gruppe, die "die Liebe" darstellen wird. Es ist einfach zu süß, wie die Kleinen Kusshändchen durch den Raum werfen! :)
Nach dem Mittagessen schauen wir noch kurz bei einer Elternversammlung vorbei, wo wir noch einmal über das Projekt informieren. Dann geht es nach Hause, wo das Drehbuch den letzten Schliff erhält.
Nicht einmal mehr 4 Wochen verbringe ich nur noch im Instituto und da gerade wieder sehr viel für das Projekt zu tun ist, habe ich das Gefühl, die Zeit fliegt!
Hasta pronto,
Clara
Der starke Regen übertönt heute Morgen meinen Wecker sodass ich erst gegen 7 Uhr von Rahel geweckt werde.
Nicht nur "unser" Projekt erfordert im Instituto gerade eine Menge an Zeit und Geduld, sondern auch Raquels Zirkusprojekt muss so langsam Form annehmen. Dafür bemalen wir heute in unserer aula ein riesiges Tuch. Da es keine andere Vorgabe gibt, als die Farbe auf das Tuch zu bringen, sind die Kinder mit großem Eifer dabei. Genau so eifrig wie sie allerdings das Tuch bemalen, bemalen sie auch Tische, Stühle und zu guter Letzt auch die Klassenkameraden. Bis zu dem Zeitpunkt an dem alles so gut es geht wieder sauber ist, muss ich sämtlichen Pinseln und Kinderhänden ausweichen um nicht ungewollt ein Teil des Kunstwerkes zu werden :D.
In der Pause gibt es eine große Versammlung zum Thema "Sauberkeit, Hygiene und Gesundheit". Ich nehme an, dass damit auf die vermehrten Cholera-Fälle in Ecuador angespielt werden soll.
Vor dem Mittagessen proben Rahel und ich noch mit der Gruppe, die "die Liebe" darstellen wird. Es ist einfach zu süß, wie die Kleinen Kusshändchen durch den Raum werfen! :)
Nach dem Mittagessen schauen wir noch kurz bei einer Elternversammlung vorbei, wo wir noch einmal über das Projekt informieren. Dann geht es nach Hause, wo das Drehbuch den letzten Schliff erhält.
Nicht einmal mehr 4 Wochen verbringe ich nur noch im Instituto und da gerade wieder sehr viel für das Projekt zu tun ist, habe ich das Gefühl, die Zeit fliegt!
Hasta pronto,
Clara
Tag 283
Proben über Proben.
Die gestrige Arbeit mit der Fertigstellung der Szenen zahlt sich heute aus. Den ganzen Vormittag im Instituto verbringen Rahel und ich mit unserem Teil der Gruppen und am Ende können wir zufrieden feststellen, dass Einige echt große Fortschritte machen. Dennoch gibt es noch mehr als genug zu tun!
Da ich nur das Frühstück und Mittagessen bei meiner eigenen Gruppe verbringe, verpasse ich die große Geburtstagsfeier für Britany. Allerdings wäre Luis nicht Luis, wenn er mir nicht ein großes Stück Sahnetorte aufbewahrt hätte zu dessen Verzehr ich noch vor dem Mittagessen gezwungen werde :D.
Die gestrige Arbeit mit der Fertigstellung der Szenen zahlt sich heute aus. Den ganzen Vormittag im Instituto verbringen Rahel und ich mit unserem Teil der Gruppen und am Ende können wir zufrieden feststellen, dass Einige echt große Fortschritte machen. Dennoch gibt es noch mehr als genug zu tun!
Da ich nur das Frühstück und Mittagessen bei meiner eigenen Gruppe verbringe, verpasse ich die große Geburtstagsfeier für Britany. Allerdings wäre Luis nicht Luis, wenn er mir nicht ein großes Stück Sahnetorte aufbewahrt hätte zu dessen Verzehr ich noch vor dem Mittagessen gezwungen werde :D.
Liebste Grüße aus Puyo, eure
Clara
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